Fokus auf die wichtigen Dinge legen – das bedeutet es
Den Fokus auf die wichtigen Dinge legen heißt für mich, sich auf sich selbst und den eigenen Aufgaben zu konzentrieren. Eine Menge Menschen wenden viel Energie dafür auf, um sich über andere und die Welt zu beschweren. Währenddessen vergessen sie, sich den eigenen Angelegenheiten zuzuwenden. Ihre Gesundheit, sowie ihre privaten und beruflichen Bedürfnisse treten in den Hintergrund. Das Ergebnis sind Chaos, Stress, Schulden und andere Schwierigkeiten.
Der Fokus liegt auf den wichtigen Dingen – wie soll das gehen und was sind überhaupt diese wichtigen Dinge, wovon hier gesprochen wird?
Das, was ich hier meine, sind dein Leben und deine Tätigkeiten. Dazu gehört es nicht, sich mit äußeren Gegebenheiten, wie mediale Berichterstattung oder was der/die Nachbar*in, Arbeitskolleg*in, Onkel Werner oder Tante Hannelore gerade macht, zu beschäftigen.
Beim Fokus auf die wichtigen Dinge geht es darum, dein Leben zu verbessern, zu ordnen und in eine für dich positive Richtung zu lenken. Dabei ist es uninteressant, was andere davon halten oder tun. Immerhin musst du mit dir selbst klarkommen, niemand anderer sonst.
Das Ganze geht jedoch leider nicht von heute auf morgen.
Wenn du zu lange mit anderen Sachen beschäftigt warst, wirst du erst eine Veränderung vornehmen müssen. Der Fokus soll von Außen nach Innen gerichtet werden. Das wird dir zu Beginn sicher schwerfallen. Denn meist ist es interessanter, sich über Themen im Außen Gedanken zu machen, anstatt seine eigenen anzugehen.
Wie erkennst du den Unterschied zwischen „wichtig“ und „dringend“?
Die Frage “Was ist wichtig und was ist dringend, wenn ich auf mein eigenes Leben schaue?” ist zentral, wenn du bewusster leben möchtest. Eine klare Unterscheidung hilft dir, Energie nicht in Dauer-Feuerwehrmodus zu verlieren, sondern in das, was dein Leben langfristig bereichert.
Eine Unterscheidung kann dich in die richtige Richtung bringen:
1. Dringende Angelegenheiten haben mit Zeitdruck zu tun, schreien nach Aufmerksamkeit und entstehen oft durch äußere Erwartungen.
Beispiele: Offene Rechnungen, Anrufe und E-Mails, Termine, organisatorische Dinge, sich um die Probleme anderer kümmern
2. Wichtig ist das, was mit Bedeutung zu tun hat, auf deine langfristigen Ziele, Werte und Bedürfnisse einzahlt, oft nicht zeitkritisch ist und nicht nach dir ruft.
Beispiele: Gesundheit, Lernen, Beziehungen, Visionen, persönliche Entwicklung
Alles, was unter „wichtig“ fällt, macht Sinn. Dringende Angelegenheiten machen hingegen Druck und Lärm. Deshalb ist es auch hilfreich, diese Faktoren zu kategorisieren, um zu erkennen, was du zuerst angehen musst/sollst.
Die Eisenhower-Matrix ist dazu bestens geeignet.
Mit dieser Matrix siehst du auf einem Blick, was auf keinen Fall warten kann und welche Aktivitäten dir Energie geben. Sie lässt sich so interpretieren:
Wichtig + Dringend: Sofort erledigen.
(z. B. kaputter Kühlschrank, dringende Bewerbung)
Wichtig + Nicht dringend: Termin fest einplanen! Das sind Lebensqualitäts-Aufgaben.
(z. B. Arztbesuche, Weiterbildung, Sport, Beziehungspflege)
Nicht wichtig + Dringend: Delegieren oder vereinfachen.
(z. B. manche Anfragen, Aufgaben anderer)
Nicht wichtig + Nicht dringend: Streichen oder reduzieren.
(z. B. Social Media Scrollen, Ablenkungen)
Die größte Lebensveränderung passiert in Feld 2, aber nur, wenn du es bewusst pflegst.
Warum fällt es uns in Wirklichkeit so schwer, Prioritäten klar zu setzen?
Wir lassen uns gerne von anderen und diversen Aufgaben und Tätigkeiten ablenken. Das liegt daran, weil wir soziale Wesen und von der Meinung der anderen abhängig sind. Beziehungen und Interaktionen machen einen großen Teil unseres Lebens aus. Der Blick nach außen (auf unser Umfeld und auf andere) bestimmen, wie wir uns verhalten und wie wir unser Leben gestalten
Solange wir auf das Außen gerichtet sind, können wir für uns selbst keine Prioritäten setzen. Der Raum für die eigenen Gedanken und Gefühle, sowie der Tatendrang fehlen.
Das Denken dreht sich um andere und das Weltgeschehen.
Für uns ist es zudem ungewohnt, sich auf uns selbst zu konzentrieren. Zum einen kommen dann unverarbeitete Themen hoch, zum anderen würden wir erkennen, dass wir im Grunde eigenverantwortlich handeln müssen.
Wenn dir jedoch bewusst wird, dass du dein privates und berufliches Leben nach deinen eigenen Regeln aufbauen kannst, wird dir das Prioritäten setzen leichter fallen. Du legst den Fokus auf die wichtigen Dinge, nämlich dich selbst und deine Aufgaben.
Wie kannst du im Alltag vermeiden, dass dein Fokus auf das Außen liegt und du in „Busywork“ statt in sinnvoller Arbeit versinkst?
„Busywork“ entsteht fast nie aus Faulheit, sondern aus Reaktivität. Wir lassen uns vom Außen steuern: Nachrichten, Erwartungen, Deadlines, Sichtbarkeit. Diesen Kreislauf kannst du jedoch durchbrechen, indem du auf ein paar Strategien zurückgreifst.
- Verzichte morgens auf irgendeine Form von Technik bzw. medialer Unterhaltung wie zum Beispiel E-Mails checken, durch Instagram scrollen, Nachrichten ansehen. Werde dir stattdessen klar, was dir für den Tag wichtig ist.
- Plane deine Zeit in Blöcken und nicht über To Do’s. Diese Blöcke können 60 min bis 90 min lang sein. Bleib dabei ganz bei dir. Kommuniziere nicht und erstelle keine neuen Aufgaben.
- Mache einen Unterschied zwischen sichtbarer und sinnvoller Arbeit. Zu den sichtbaren Tätigkeiten werden sofortiges Antworten, viele Meetings haben und Präsentationen gestalten gezählt. Die sinnvolle Arbeit beinhaltet klare Prozesse und Entscheidungen.
- Schreibe eine Liste, in der du bestimmst, was keine Priorität hat. Dazu gehören zum Beispiel schnelle Reaktionszeit auf E-Mails, an jedem Meeting teilnehmen, ins Details gehen, obwohl es noch keine Richtung gibt.
Reflektiere außerdem am Ende des Tages, was wirklich sinnvoll war, wie du auf Forderungen reagiert hast und was du daraus für morgen lernen kannst. Akzeptiere die innere Leere, wenn du dich gerade nicht beschäftigst. Gerade das Letzte ist eine Übungssache, die dir aber jede Menge innere Ruhe und Ausgeglichenheit bringen kann. Dafür wirst du womöglich aber auch durch emotionale und mentale Achterbahnfahrten durchgehen müssen.
Welche langfristigen Veränderungen können entstehen, wenn du nur noch Dinge tust, die Bedeutung haben?
Wenn du konsequent bedeutende und positiv ausgerichtete Dinge tust, entstehen in deiner Wahrnehmung tiefgreifende Veränderungen. Dich werden negative Nachrichten und andere Rückschläge nicht mehr so erschüttert. Das Umfeld wird positiver.
Wenn du Prioritäten setzt, reduzierst du damit auch Dauerstress. Unnötige Verpflichtungen fallen weg. Die Ergebnisse sind
- weniger emotionale Überlastung,
- klarerer Entscheidungen und
- mehr innere Ruhe.
Du handelst bewusst, weil du aufgehört hast, ständig zu reagieren.
Durch sorgfältiges Ausschließen von Unnötigem entsteht Zufriedenheit. Du weißt, was deine Werte sind und lebst danach. Du hast das Gefühl, einen sinnvollen Beitrag zu leisten. Das bringt dir Erfüllung.
Dein Selbstvertrauen wächst, weil deine Werte mit deinen Handlungen übereinstimmen. Die innere Stabilität wird gestärkt. Du brauchst keine Bestätigung mehr von außen. Dadurch kommt es zu einer Klarheit über die eigene Identität. Du weißt, wer du bist und was du kannst.
Dein Umfeld ändert sich dahingehend, als dass du tiefere Beziehungen eingehst. Diese Verbindungen sind ehrlich und weniger oberflächlich. Du kannst dich auf deine Freund*innen verlassen, weil diese Beziehungen auf Gegenseitigkeit beruhen. Herausforderungen werden gemeinsam bewältigt.
Wenn du den Fokus auf wichtige Dinge legst, erzielst du bessere Ergebnisse. Du entwickelst eine Expertise in eine Richtung. Die Vertiefung bringt dir nachhaltigen Fortschritt und verhindert chaotisches Denken.
Du lernst, Grenzen zu setzen und nicht mehr alles anzunehmen, was du angeboten bekommst. Nicht jede Chance ist eine gute Chance. Nicht jede Einladung verdient ein „Ja“. Dieses bewusste Weglassen schafft Raum für Wachstum, Kreativität und echte Prioritäten.
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